„Alis Tagebuch“ – eine Lesung in Moskau als Zeichen der Unterstützung

„Fast drei Monate ist unser Freund, der Journalist der Novaya Gazeta, Ali Feruz, im СУВСИГ („SUVSIG“ – Abschiebelager, Anm. d. Ü.). Dies ist eine „spezielle Einrichtung für vorübergehende Inhaftierung ausländischer Bürger“.

Das russische Gericht entschied, Ali nach Usbekistan zu deportieren. Dort warten Folter und Tod auf ihn, weil er sich weigerte, mit dem lokalen Sicherheitsdienst zusammenzuarbeiten. Die Entscheidung des Gerichts wurde ausgesetzt, bis sein Fall im EGMR geprüft wurde – solange sitzt Ali hinter Gittern.

Wir wollen, dass er die Möglichkeit bekommt, in ein Drittland zu gehen, wir wollen, dass er frei gelassen wird. Wir wollen unseren Freund unterstützen und ihm die Möglichkeit geben zu erzählen, wie es ihm dort jetzt geht, wo keiner von uns war – in einem Gefängnis für Migrant_innen.

Die ganze Zeit führt Ali ein Tagebuch. Er ist es, den wir – Freund_innen und Kolleg_innen – auf der Bühne vom Teatra.doc lesen werden.

Der Eintritt ist frei. Für diejenigen, die Ali helfen wollen, haben wir eine Spendenbox. Alle am Abend gesammelten Gelder geben wir an Verwandte weiter.

Freiheit für den Journalisten Ali Feruza.“ [1]

 

[1] teatr.doc, 23.10.2017

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