Ali Feruz

Ali Feruz ist Journalist und Menschenrechtsaktivist. Er schreibt über die Rechte und Situation von Menschen mit Behinderungen, von Flüchtlingen und Migrant_innen aus Zentralasien und Homosexuellen in Russland.

Ali Feruz lebt seit 2011 in Moskau. Er suchte in der russischen Förderation Asyl, um Verfolgung und Folter in seinem Herkunftsland Usbekistan zu entkommen. Am Abend des 1. August 2017 wurde er in einem rechtswidrigen Schnellverfahren veruteilt. Noch in der selben Nacht wird er ins Abschiebelager gebracht. Der «Verstoß gegen das Einwanderungsgesetz» wird während des laufenden Asylverfahrens vorgeschoben, um Ali an die usbekischen Behörden ausliefern zu können.

Alis Anwälte sind in Berufung gegangen und somit vorerst das schlimmste verhindert: Ali darf nicht abgeschoben werden, solange nicht der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) über den Fall entschieden hat. Das kann allerdings mehrere Monate, wenn nicht sogar 1-2 Jahre dauern. Das bedeutet für Ali, dass er vorerst im Abschiebelager bleiben muss.

In den Händen der staatlichen Behörden ist Ali aber nicht sicher. Er wurde bereits beim Transport ins Lager misshandelt und im Lager selbst wurde ihm seitens der Leitung gedroht.

Nachdem Alis Klage gegen das Innenministerium aufgrund der Asylablehnung abgeleht worden ist, überlegen seine Anwälte nun, wie eine Ausreise in ein Drittland unzusetzten sein könnte. Dazu müssten ihm Einreisedokumente des Drittlandes, eine Ausreiseerlaubnis seitens der Russischen Förderation und ein Passierschein vom Internationel Roten Kreuz ausgestellt werden.

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